H2-Transport

Wie funktioniert das zukünftige Wasserstoffsystem?

Unter Verwendung von grünem Strom aus erneuerbaren Energien kann in Elektrolyseuren grüner Wasserstoff als speicherfähiger Energieträger hergestellt werden. Bei der Power-to-Gas-Technologie wird Wasserstoff mittels Gasleitungen zu den Verbrauchern wie z. B. den Industrieunternehmen oder (Heiz-) Kraftwerken transportiert. Um saisonale Schwankungen in der Erzeugung und im Verbrauch (Sommer/Winter) auszugleichen, sind Speicher an das Gassystem angeschlossen, die große Mengen Wasserstoff aufnehmen und wieder abgeben können.

Das folgende Schaubild zeigt die Wertschöpfungskette für klimaneutralen bzw. kohlenstoffarmen Wasserstoff.
Für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken:

Was ist anders
beim Transport
von H2?

Grundsätzlich handelt es sich sowohl bei Methan als auch bei Wasserstoff um gasförmige Energieträger. Die physikalischen Unterschiede von Wasserstoff und Methan sind aber vielfältig. Von besonderer Relevanz im Hinblick auf die netztechnische Auslegung und Fahrweisen sind folgende Eigenschaften:

  • die wesentlich geringere Dichte von Wasserstoff (etwa Faktor 8)
  • der niedrigere Energieinhalt (pro Volumen, Faktor 3,6)
  • die niedrigere Viskosität
  • der Kompressionsfaktor >1

Um etwa den gleichen Energieinhalt zu transportieren, muss also die Strömungsgeschwindigkeit von Wasserstoff um das ca. 3-fache erhöht werden. Dies stellt aufgrund der niedrigeren inneren Reibung des Gases (Viskosität) allerdings kein Problem dar.

Für Gasspeicher bedeutet dies, dass höhere Speicherdrücke realisiert werden müssen, was aufgrund des hohen Kompressionsfaktors mit steigendem Druck energetisch aufwendiger wird. Aufgrund der geringeren Dichte bzw. kleineren Moleküle besitzt Wasserstoff eine höhere Durchdringungsfähigkeit (gesteigerte Permeation) was eine detaillierte Untersuchung der Dichtungen bzw. Verbindungen nach sich zieht.

Allerdings ist der Transport von Wasserstoff über Leitungen eine bereits jahrzehntelang erprobte Technologie. In Deutschland und vielen anderen Ländern gibt es seit Jahrzehnten privatwirtschaftliche Wasserstoffnetze, die fachlich überwacht und sicher betrieben werden. Somit werden kontinuierlich alle möglichen Gefahren auf ein Minimum reduziert.

Leitungs-
umstellung
Methan auf
Wasserstoff

Unsere Gasleitungen aus Stahl haben entscheidene Vorteile: Sie sind bereits vorhanden und können in den meisten Fällen auf H2 umgestellt werden. Das spart Zeit und Geld.

Schon heute bereiten wir uns auf einen nachhaltigen, leitungsgebundenen Transport klimaneutraler Gase, insbesondere Wasserstoff, vor: In unserem Wasserstoff-Pilotprojekt TH2ECO untersuchen wir die Umstellung einer 42 km langen Gasleitung unseres Bestandsnetzes auf 100 % Wasserstoff.

Gasleitungen können prinzipiell nach folgendem Schema umgestellt werden:

1. SCHRITT:
DOKUMENTATIONSPRÜFUNG

Die Unterlagen des Betreibers über die Errichtung und den Betrieb der Gasleitung, einschließlich aller Änderungen, müssen auf Vollständigkeit und Übereinstimmung mit den zum Zeitpunkt der Umstellung geltenden technischen Regeln geprüft werden.

2. SCHRITT:
LEITUNGSINSPEKTION

Grundvoraussetzung für die Wasserstoffumstellung ist die technische Eignung des Systems. Neben verschiedensten Laboranalysen wird die Leitung mit einem Inspektionsgerät, dem sog. Molch, untersucht. Dieser bewegt sich ähnlich einer Rohrpost mit dem Gasstrom und tastet dabei mit verschiedensten Sensoren das Rohr ab.

3. SCHRITT:
TECHNISCHE ANPASSUNG

Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen wird die Gasleitung entsprechend der technischen Anforderungen für Wasserstoff angepasst. Dazu werden punktuell Rohrleitungsteile ausgetauscht und Armaturenstationen sowie Anschlusspunkte für Ein- und Ausspeisungen neu gebaut.

4. SCHRITT:
BEHÖRDLICHE GENEHMIGUNG

Nach erfolgreichem Abschluss aller Untersuchungen und Anpassungen wird durch einen Sachverständigen die Leitungsintegrität mit einer gutachterlichen Äußerung bestätigt. Anschließend wird die Umstellung auf Wasserstoff bei der zuständigen Behörde angezeigt und von dieser freigegeben. Der Transport von Wasserstoff kann beginnen.

Impressionen von unseren Leitungsumstellungen (für eine größere Ansicht der Fotos bitte klicken)

Wasserstoff-Kernnetz |

Hydrogen Core Network

Kapazitätsreservierungen ab 19.03.2026

Für Anfang 2026 haben europäische Netzbetreiber erste User Commitment Prozesse zur Vermarktung von Wasserstoffkapazitäten angekündigt. Parallel dazu werden die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber in Deutschland ebenfalls die Vermarktung entsprechender Kapazitäten starten. Mit dem vorliegenden Informationspaket stellen die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber dem Markt detaillierte Informationen zu dem anstehenden Prozess bereit. Um dem wachsenden Wasserstoffmarkt, dem Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes und den Importkorridoren mehr Sicherheit zu geben, werden die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber ab dem 19.03.2026 erstmals die Reservierung von Wasserstoffkapazitäten anbieten. Damit wird es möglich sein, die für ein Liefergeschäft notwendigen Ein- und Ausspeisekapazitäten zu sichern. Dies ermöglicht den Marktteilnehmenden eine zusätzliche Absicherung für die Wasserstoff-Projektentwicklung. Der detaillierte Ablauf bis zum Abschluss eines Reservierungsvertrags sowie die Höhe der reservierbaren Kapazitäten werden nachfolgend erläutert.

Mit dem Abschluss eines Reservierungsvertrags kann sich ein Kunde bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses Kapazitäten für die Zukunft zurückhalten lassen. Der Muster-Reservierungsvertrag sieht vor, dass die reservierte Kapazität für einen Reservierungszeitraum von bis zu sieben Jahren für den Kunden vorgehalten wird, sodass dieser zum Ablauf des Reservierungszeitraums die entsprechende Transportbuchung tätigen kann (z. B. 03/2026 Vertragsabschluss, 02/2033 alle erforderlichen Inbetriebnahmen sind erfolgt, 03/2033 Transportbuchung und Nutzungsmöglichkeit). Der Reservierungszeitraum endet nach dem Buchungsangebot des Netzbetreibers, aber nicht vor der kundenseitigen Inbetriebnahme und nicht vor der technischen Inbetriebnahme aller kapazitätsrelevanten Teile des Clusters in der geplanten Ausbaustufe zum Zeitpunkt 31.12.2029, entsprechend dem vorliegenden Marktinformationspaket. Reserviert werden kann zunächst auf Basis der Kernnetzinfrastruktur der Jahre 2026-2030 und den damit zur Verfügung stehenden initialen Kapazitäten in den Angebotszonen (sowohl Kapazitätshöhe als auch Anbindemöglichkeit).

Ferngas bietet Kapazitätsreservierungen für den Buchungszeitraum ab 2028 an.

  • Cluster Mitteldeutschland: Zone Bad-Lauchstädt – Jena (Maua/Zöllnitz; AZ MD 5):
    Jahre: 2028 – 2029; entry: 396 MWh/h; exit: 253 MWh/h
  • Cluster Ost: Angebotszone „Rückersdorf–Bad Lauchstädt–Ludwigsh.“ (AZ OS 5):
    Jahre: ab 2030; entry: 1.188 MWh/h; exit: 759 MWh/h
  • Nominierung CÜT Jena (Ferngas–GASCADE)
    Jahre: 2029; entry: 1.128 MWh/h; exit: 506 MWh/h

Ergänzend ist Ferngas derzeit in enger Abstimmung mit den relevanten Wasserstoff-Kernnetzbetreibern, wie Projekte berücksichtigt werden, in denen auch Infrastrukturen die nicht Teil des Wasserstoff-Kernnetzes sind, jedoch weitere Wasserstoffnetzes (mehrere Netzebenen) umfassen, effizient berücksichtigt werden (insbesondere Projekte „TH2ECO“).

Die verfügbaren Kapazitäten werden durch die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber laufend überprüft und erforderlichenfalls angepasst. Bei den zuvor genannten Kapazitäten handelt es sich um die initialen Kapazitäten, die zum Start der Reservierung angeboten werden. Ausgehend von der Reservierungsnachfrage sowie dem Fortschreitenden Infrastrukturausbau werden sich diese dynamisch ändern.

Die ausgewiesenen Kapazitäten im Marktinformationspaket 2 stellen das initiale Kapazitätsgerüst auf Basis der in den Jahren 2026 bis 2029 in Betrieb genommenen Infrastruktur dar. Dieses ermöglicht in allen vom Wasserstoff-Kernnetz bereits erschlossenen Gebieten die Basis für einen Wasserstoff-Hochlauf. Das Kapazitätsgerüst wurde wegen der im Vorhinein unbekannten Verteilung und Verortung der Kapazitätsbedarfe unter konservativen Annahmen ermittelt. Im Rahmen der Marktentwicklung und der konkreten Verortung der Nachfragen kann sich das Kapazitätsgerüst in einem Cluster erhöhen. Es ist daher ausdrücklich vorgesehen und erwünscht, dass Anfragen gestellt werden, die das ausgewiesene Kapazitätsangebot in Angebotszonen und für clusterübergreifende Transporte überschreiten. Diese Anfragen werden durch die Netzbetreiber geprüft und können im Rahmen der Einzelfallprüfung zur bedarfsgerechten Neubewertung des Kapazitätsangebots führen. Für clusterübergreifende Transporte könnte sich hierdurch der Clearing-Preis reduzieren oder sogar entfallen, falls alle Anfragen derselben Zeitstunde bedient werden können.

Reservierungsanfragen können bei dem Betreiber der nächstgelegenen Wasserstoff-Kernnetzleitung ab dem 19.03.2026 ab 13:00 Uhr gestellt werden. Bereits abgeschlossene Verträge (Bestandsverträge) bleiben von diesem Reservierungsprozess unberührt und behalten ihre Gültigkeit. Um einen effizienten und diskriminierungsfreien Anfrageprozess zu ermöglichen, haben die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber ein standardisiertes Anfrageformular zur Reservierung von Kapazitäten entwickelt.  Für eine Reservierung sind folgende Schritte zu durchlaufen:

  1. Ausfüllen und Abgabe des Anfrageformulars durch den Kunden – Innerhalb des Formulars kann der Wasserstoff-Kernnetzbetreiber ausgewählt werden, gegenüber dem die Reservierungsanfrage gestellt wird. Der Link zum Anfrageformular steht unter dem Eintrag „Anfrage von Kapazitätsreservierungen im Wasserstoff-Kernnetz“ zur Verfügung. Bitte beachten Sie auch die in diesem Eintrag enthaltenen weiteren Hinweise.
  2. Kundenprüfung – Das Formular enthält neben der Abfrage von allgemeinen Angaben zu Anfragenden eine Informationsabfrage zur Erstregistrierung beim Wasserstoff-Kernnetzbetreiber bzw. beim Wasserstoff-Marktgebietsverantwortlichen sowie spezifische Informationen über die zu reservierende Kapazität für eine erforderliche Kapazitätsprüfung. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass eine Registrierung aufgrund notwendiger Sanktionsprüfungen rechtzeitig angestoßen wird.
  3. Kapazitätsprüfung – Der angefragte Wasserstoff-Kernnetzbetreiber überprüft, ob die angefragte Kapazität in dem angefragten Cluster bzw. der angefragten Angebotszone in dem jeweiligen Zeitraum für eine Reservierung zur Verfügung steht. Basis für die Prüfung und mögliche Vergabe von Kapazitäten ist die zeitliche Reihenfolge der Anfragen (First-Come-First-Served – FCFS). Die Anfrage wird in einer netzbetreiberübergreifenden Prüfung in der Regel innerhalb von 10 Werktagen bearbeitet.
  4. Angebot – Nach abgeschlossener positiver Prüfung erhält der Anfragende ein verbindliches Angebot zur Reservierung der Kapazität, das innerhalb von 7 Werktagen anzunehmen ist. Sollte die angefragte Kapazität nicht vollständig, sondern nur teilweise verfügbar sein, erhält der Anfragende ein entsprechend anteiliges Reservierungsangebot.

Übersteigt die Kapazitätsnachfrage das Angebot an verfügbaren Kapazitäten in einzelnen Angebotszonen, werden die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber eine Einzelfallprüfung durchführen. Sollte die Reservierung der angefragten Kapazitäten seitens des Anfragenden von anderen, bereits gestellten Kapazitätsanfragen abhängen, beispielsweise um Ein- und Ausspeisung zu synchronisieren, kann der Anfragende im Formular auf die korrespondieren Anfragen verweisen, um etwaige Reservierungsangebote zum gleichen Zeitpunkt zu erhalten. Entsprechend durch den Anfragenden gekennzeichnete korrespondierende Anfragen erhalten den Zeitstempel der ersten Anfrage, sofern alle Anfragen innerhalb einer Zeitstunde eingehen, ansonsten bleiben die Zeitstempel der einzelnen Anfragen hiervon unberührt. Für jeden der Ein- und Ausspeisepunkte sowie für den clusterübergreifenden Transport (CÜT) muss ein für diesen Punkt spezifischer Reservierungsvertrag abgeschlossen werden.

Formular zur Anfrage von Kapazitätsreservierungen im Wasserstoff-Kernnetz

Auf dieser Seite finden Sie den Link zum Formular zur Anfrage von Kapazitätsreservierungen im Wasserstoff-Kernnetz.

Über das Formular kann eine Anfrage für folgende Netzpunkttypen erfolgen:

Netzpunkttyp, der bei THE reserviert werden kann:

  • Clusterübergreifender Transport (CÜT)

Netzpunkttypen, die bei den Wasserstoff-Kernnetzbetreibern (WKNB) reserviert werden können:

  • Entnahmestelle zu Letztverbrauchern (NAP)
  • Grenzübergabepunkt (GÜP)
  • H₂-Terminal
  • Inländische Produktionsanlage
  • Wasserstoffspeicheranlage

Bitte wählen Sie den für Ihr Vorhaben passenden Netzpunkttyp aus und übermitteln Sie Ihre Anfrage über das bereitgestellte Formular. Eine verbindliche Anfrage kann ab dem 19. März 2026, 13:00:00 Uhr MEZ gestellt werden. Frühere Anfragen werden nicht berücksichtigt.

Parallel zur Bearbeitung der Anfrage wird eine Know-Your-Customer-Prüfung (KYC-Prüfung) durchgeführt.

Hinweis zum Datenschutz:

Im Rahmen der Anfrage von Kapazitätsreservierungen im Wasserstoff-Kernnetz werden personenbezogene Daten verarbeitet.

Der Zweck der Verarbeitung der personenbezogenen Daten besteht darin, betroffenen Personen die Möglichkeit zu geben, bei THE sowie bei den Wasserstofftransportnetzbetreibern (WTNB) Anfragen für Kapazitätsreservierungen im Wasserstoff-Kernnetz zu stellen. Hierzu zählen folgende Netzpunkttypen: Entnahmestellen zu Letztverbrauchern, Grenzübergabepunkte, H₂-Terminals, inländische Produktionsanlagen, Wasserstoffspeicheranlagen sowie der clusterübergreifende Transport.

Zu diesem Zweck stellen betroffene Personen im Rahmen einer Reservierungsanfrage über die Websites von THE und der WTNB sowie im Rahmen einer Know-Your-Customer-Prüfung (KYC-Prüfung) unter anderem folgende personenbezogene Daten zur Verfügung:

  • Berufliche Kontaktdaten (Name, Vorname, E-Mail, Telefonnummer, Arbeitgeber)

Die personenbezogenen Daten werden von THE und den WTNB gemeinsam bearbeitet. 

Die BDEW/VKU/GEODE-Verhandlungsdelegation (VD) hat einen Mustervertrag für die Reservierung von Wasserstoffkapazitäten (RV) erstellt. An dessen Erstellung waren neben den Wasserstoff-Kernnetzbetreibern auch alle anderen relevanten Marktteilnehmer beteiligt, so dass ein Mustervertrag mit hoher Marktakzeptanz zum Start der Reservierung zur Verfügung steht. Der Mustervertrag ist auf der Website des BDEW abrufbar: Mustervertrag für die Reservierung von Wasserstoffkapazitäten.

Einen individualisierten Vertrag, der inhaltlich vollständig dem Mustervertrag entspricht, erhält der Kunde im Prozessschritt des verbindlichen Vertragsangebots durch Ferngas. Zuvor sind nach der Abgabe der Reservierungsanfrage zunächst die Prozessschritte der Costumer-Prüfung sowie der technischen Prüfung der angefragten Kapazität zu durchlaufen.

Für die entgeltfreie Reservierung (Nominierung) für Transporte zwischen zwei Clustern (CÜT) wurde zusätzlich ein Mustervertrag durch die DEW/VKU/GEODE-Verhandlungsdelegation (VD) erarbeitet. Dieser Mustervertrag ist auf der Website des BDEW abrufbar: Mustervertrag für die Reservierung für Transporte zwischen zwei Clustern.

Für die Reservierung ist ein Reservierungsentgelt durch den Kunden zu entrichten. Das Reservierungsentgelt wird individuell durch den jeweiligen WKNB festgesetzt und erhoben. Aufgrund einer ausstehenden Bewertung des Bundeskartellamts kann derzeit kein einheitliches, abgestimmtes Reservierungsentgelt durch die WKNB gemeinsam ermittelt werden. Sollte dies zukünftig möglich werden, wird das netzbetreiberindividuelle Reservierungsentgelt durch ein Wasserstoff-Kernnetz einheitliches Reservierungsentgelt ersetzt. Dies wirkt jedoch nur für nach einer möglichen Neuveröffentlichung geschlossene Reservierungsverträge.

Die durch den Reservierenden insgesamt zu zahlende Reservierungsgebühr errechnet sich aus der reservierten Kapazitätshöhe, dem Reservierungszeitraum und der spezifischen Reservierungsgebühr und wird mit Abschluss des Reservierungsvertrags und Rechnungstellung durch den Wasserstoff-Kernnetzbetreiber fällig. Die Abrechnung erfolgt monatlich. Die Reservierung wird erst bei Zahlung des ersten monatlichen Anteils wirksam und bleibt nur so lange bestehen, wie die erforderlichen monatlichen Beträge geleistet werden. Die Reservierungsgebühr ist aus kartellrechtlichen Gründen derzeit von jedem Wasserstoff- Kernnetzbetreiber individuell festzulegen.

Das spezifische Reservierungsentgelt der Ferngas Netzgesellschaft mbH beträgt 2% des jeweils aktuell gültigen Hochlaufentgelts für ein nicht unterbrechbares Jahreskapazitätsprodukt gemäß den Festlegungen WANDA der Bundesnetzagentur [GBK-24-01-2#1] und KOSMO [GBK-24-01-2#2]. Aktuell entspricht dies einem spezifischen Reservierungsentgelt von 0,50 EUR/kWh/h/a

Die Abrechnung der Reservierungsgebühr endet mit der Buchung, nach Ablauf des maximalen Reservierungszeitraums von 7 Jahren oder mit dem Ende der Reservierung. Das gezahlte Reservierungsentgelt kann bis zu 100 % auf spätere Buchungen angerechnet werden kann, sofern mindestens eine Jahresbuchung zum Ende des Reservierungszeitraums in Höhe der reservierten Kapazität und mit Lieferbeginn innerhalb von vier Jahren nach Ende des Reservierungszeitraums getätigt wird. 

Capacity reservations from March 19, 2026

European network operators have announced initial user commitment processes for marketing hydrogen capacities at the beginning of 2026. At the same time, hydrogen core network operators in Germany will also start marketing corresponding capacities. With this information package, the hydrogen core network operators are providing the market with detailed information on the upcoming process. In order to provide greater security for the growing hydrogen market, the development of the hydrogen core network, and the import corridors, the hydrogen core network operators will offer hydrogen capacity reservations for the first time from March 19, 2026. This will make it possible to secure the entry and exit capacities required for a supply transaction. This provides market participants with additional security for hydrogen project development. The detailed procedure for concluding a reservation agreement and the amount of reservable capacity are explained below.

By concluding a reservation agreement, a customer can reserve capacity for the future. The model reservation agreement stipulates that the reserved capacity will be held for the customer for a period of up to seven years, so that the customer can make the corresponding transport booking at the end of the reservation period (e.g. 03/2026 conclusion of contract, 02/2033 all necessary commissioning has been completed, 03/2033 transport booking and possibility of use). The reservation period ends after the network operator’s booking offer, but not before commissioning by the customer and not before the technical commissioning of all capacity-relevant parts of the cluster in the planned expansion stage on 31 December 2029, in accordance with the present market information package. Reservations can initially be made on the basis of the core network infrastructure for the years 2026-2030 and the initial capacities available in the offer zones (both amount of capacity and connection options).

Ferngas offers capacity reservations for the booking period from 2028 onwards.

  • Central Germany cluster: Zone Bad-Lauchstädt – Jena (Maua/Zöllnitz; AZ MD 5):
    Years: 2028 – 2029; entry: 396 MWh/h;  exit: 253 MWh/h
  • East cluster: Offer zone „Rückersdorf–Bad Lauchstädt–Ludwigsh.“ (AZ OS 5): Years: from 2030; entry: 1.188 MWh/h; exit: 759 MWh/h
  • Nomination CÜT Jena (Ferngas–GASCADE)
    Years: 2029; entry: 1.128 MWh/h;  exit: 506 MWh/h

In addition, Ferngas is currently working closely with the relevant hydrogen core network operators to consider projects in which infrastructures that are not part of the hydrogen core network but include other hydrogen networks (multiple network levels) are also efficiently taken into account (in particular the ‘TH2ECO’ projects).

The available capacities are continuously reviewed by the hydrogen core network operators and adjusted as necessary. The capacities mentioned above are the initial capacities offered at the start of the reservation. Based on the reservation demand and the ongoing infrastructure expansion, these will change dynamically.

The capacities published in Market Information Package 2 represent the initial capacity framework based on the infrastructure to be commissioned between 2026 and 2029. This provides the foundation for a hydrogen ramp-up in all areas already connected to the core hydrogen network. The capacity framework was determined using conservative assumptions due to the distribution and location of capacity requirements being unknown in advance. As the market develops and the specific location of demand becomes clear, the capacity framework within a cluster may increase. It is expressly provided that requests may be submitted that exceed the reported capacity supply in supply zones and for cross-cluster transports. These requests are reviewed by the network operators and may lead to a needs-based reassessment of the capacity supply as part of a case-by-case review. For cross-cluster transport, this could reduce the clearing price or even eliminate it entirely if all requests for the same hour can be fulfilled.

Reservation requests can be submitted to the operator of the nearest hydrogen core network pipeline from 1 p.m. on March 19, 2026. Contracts that have already been concluded (existing contracts) remain unaffected by this reservation process and remain valid. To enable an efficient and non-discriminatory request process, the hydrogen core network operators have developed a standardized request form for reserving capacity.  The following steps must be completed to make a reservation:

  1. The customer fills out and submits the request form. – The hydrogen core network operator to whom the reservation request is being made can be selected on the form. The link to the request form can be found under the heading ‘Requesting capacity reservations in the hydrogen core network’. Please also note the further information provided in this section.
  2. Customer verification – In addition to requesting general information about the applicant, the form also requests information about initial registration with the hydrogen core network operator or the hydrogen market area manager, as well as specific information about the capacity to be reserved for a required capacity check. It should be noted at this point that registration will be initiated in good time due to the necessary sanction checks.
  3. Capacity check – The requested hydrogen core network operator checks whether the requested capacity is available for reservation in the requested cluster or supply zone during the respective period. The basis for the check and possible allocation of capacities is the chronological order of the requests (first-come-first-served – FCFS). The request is usually processed within 10 business days in a cross-network operator check.
  4. Offer – Once the check has been completed with a positive result, the requester receives a binding offer to reserve the capacity, which must be accepted within 7 business days. If the requested capacity is not fully available, but only partially available, the requesting party will receive a pro-rata reservation offer.

If the demand for capacity exceeds the supply of available capacity in individual bidding zones, the hydrogen core network operators will carry out a case-by-case review. If the reservation of the requested capacities by the requesting party depends on other capacity requests that have already been made, for example to synchronize entry and exit, the requesting party can refer to the corresponding requests in the form in order to receive any reservation offers at the same time. Corresponding requests identified accordingly by the requester are given the timestamp of the first request, provided that all requests are received within one hour; otherwise, the timestamps of the individual requests remain unaffected. A reservation contract specific to each point must be concluded for each of the entry and exit points as well as for cross-cluster transport (CCT).

Form for requesting capacity reservations in the hydrogen core network

On this page you will find the link to the form for requesting capacity reservations in the hydrogen core network.

The form can be used to submit a request for the following network point types:

Network point types that can be reserved with THE:

  • Cross-cluster transport (CÜT)

Network point types that can be reserved with the Hydrogen Core Network Operators (WKNB):

  • Point of withdrawal to end users (NAP)
  • Border transfer point (GÜP)
  • H₂ terminal
  • Domestic production facility
  • Hydrogen storage facility

Please select the network point type appropriate for your project and submit your request using the form provided. A binding request may be submitted from 19 March 2026, 13:00:00 CET. Earlier requests will not be considered.

A Know-Your-Customer (KYC) check will be carried out in parallel with the processing of the enquiry.

Note on data protection:

Personal data is processed in connection with enquiries regarding capacity reservations in the hydrogen core network.

The purpose of processing personal data is to enable data subjects to submit requests for capacity reservations in the hydrogen core network to THE and to the hydrogen transmission network operators (WTNB). This includes the following network point types: withdrawal points for end consumers, border transfer points, H₂ terminals, domestic production facilities, hydrogen storage facilities and cross-cluster transport.

For this purpose, data subjects provide the following personal data, amongst other things, as part of a reservation request via the websites of THE and the WTNB, as well as as part of a Know-Your-Customer (KYC) check:

  • Professional contact details (surname, first name, email, telephone number, employer)

The personal data is processed jointly by THE and the WTNB.

The BDEW/VKU/GEODE negotiating delegation (VD) has drawn up a model agreement for the reservation of hydrogen capacities (RV). In addition to the hydrogen core network operators, all other relevant market participants were involved in its drafting, so that a model agreement with a high level of market acceptance is available at the start of the reservation process. Here you will find an English version of the Hydrogen Capacity Reservation Agreement for the reservation of hydrogen capacities, based on the BDEW model contract.

The customer will receive an individualized contract, the content of which corresponds entirely to the model contract, during the process step of the binding contract offer by Ferngas. Prior to this, after the reservation request has been submitted, the process steps of customer verification and technical verification of the requested capacity must first be completed.

In addition, another contract is currently being drafted for free reservations for transports between two clusters (CÜT) (nomination). This will also be made available by the VD in the near future.

The customer must pay a reservation fee for the reservation. The reservation fee is set and charged individually by the respective WKNB. Due to a pending assessment by the Federal Cartel Office, it is currently not possible for the WKNB to jointly determine a uniform, coordinated reservation fee. Should this become possible in the future, the individual reservation fee charged by each network operator will be replaced by a uniform reservation fee charged by a hydrogen core network. However, this will only apply to reservation contracts concluded after a possible new publication.

The total reservation fee payable by the reserving party is calculated based on the reserved capacity, the reservation period and the specific reservation fee, and is due upon conclusion of the reservation agreement and invoicing by the hydrogen core network operator. Billing is monthly. The reservation only becomes effective upon payment of the first monthly instalment and remains in effect only as long as the required monthly amounts are paid. For antitrust reasons, the reservation fee must currently be determined individually by each hydrogen core network operator.

The specific reservation fee of Ferngas Netzgesellschaft mbH amounts to 2% of the ramp-up tariff of a non-interruptible annual capacity product valid at that time, in accordance with the regulations WANDA [GBK-24-01-2#1] and KOSMO [GBK-24-01-2#2] set by the Bundesnetzagentur. Currently, this corresponds to a specific reservation fee of 0.50 EUR/kWh/h/a.

The billing of the reservation fee ends with the booking, after expiry of the maximum reservation period of 7 years or at the end of the reservation. Up to 100 % of the reservation fee paid can be credited to subsequent bookings, provided that at least one annual booking is made at the end of the reservation period for the amount of the reserved capacity and with delivery commencing within four years of the end of the reservation period.

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Ansprechpartner Team Marktkommunikation/ Kapazitätsvermarktung netzwirtschaft@ferngas.de