Zum Start der Marktabfrage über Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff haben die Strom-Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), die Gas-Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) und die Wasserstofftransportnetzbetreiber (WTNB) eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht:
In Vorbereitung auf die Erstellung der Szenariorahmen der Netzentwicklungspläne Strom sowie Gas und Wasserstoff 2027 führen die Strom-Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), die Gas-Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) und die Wasserstofftransportnetzbetreiber (WTNB) vom 3. Februar 2026 bis zum 13. März 2026 gemeinsam eine Marktabfrage über die Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff bei bestehenden und potenziellen Kunden durch. Für die Abfrage haben die Netzbetreiber ihre Web-Applikationen für die letzte gemeinsame Marktabfrage aus dem Jahr 2024 weiterentwickelt.
Gemäß Energiewirtschaftsgesetz tragen die ÜNB, FNB und WTNB die Verantwortung für die Erstellung der Netzentwicklungspläne (NEP) für Strom sowie für Gas und Wasserstoff. Zu Beginn eines jeden NEP werden Szenariorahmen definiert, wobei nationale energie- und klimapolitische Zielsetzungen aber auch konkrete Bedarfe eine entscheidende Rolle spielen. Der umfassende Umbau der Energielandschaft führt zu zahlreichen neuen Projekten, Verbrauchern, Erzeugern und Speichern. Um diesen Akteuren Planungssicherheit bezüglich der zukünftigen Energieversorgung zu bieten, ist es entscheidend, dass die Netzbetreiber die konkreten Bedarfe der Branche kennen.
Mit Hilfe der Abfrage über die Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff soll eine sachgerechte Planungsgrundlage für die Entwicklung der Energieinfrastrukturen in Deutschland ermittelt werden. Für eine konsistente Infrastrukturplanung dieser beiden Sektoren sind insbesondere abgestimmte Planungsdaten zu Power-to-Gas Anlagen > 10 MWel sowie Wasserstoffkraftwerken von hoher Relevanz. Darüber hinaus erfassen die Übertragung- und Fernleitungsnetzbetreiber über die Marktabfrage weitere Anschlussnehmer, die lediglich an eine der beiden Infrastrukturen angeschlossen sind. Dies umfasst für die Übertragungsnetzbetreiber Großbatteriespeicher, Rechenzentren, Power-to-Heat Anlagen und geplante Lasterhöhungen von Industriestandorten (jeweils ab einer Anschlussleistung von 10 MWel). Die Fernleitungsnetzbetreiber erfassen über die Marktabfrage zudem Wasserstoffspeicher und Wasserstoffverbraucher ab einer Ausspeiseleistung von 20MWth.
Die Netzbetreiber bieten am 12. Februar von 10-12 Uhr ein gemeinsames öffentliches Webinar zur Beantwortung von Fragen der Marktteilnehmer und VNB an. Anmeldungen sind ab dem 3. Februar über die Abfrageplattform für die Infrastrukturbedarfe möglich.
Marktteilnehmer sind aufgerufen, ihre Bedarfe bis zum 13. März 2026 unter https://infrastrukturbedarf-abfrage-nep.de/ zu melden. Mit einer Beteiligung an der Marktabfrage unterstützen die Meldenden die integrierte Infrastrukturplanung für das Energiesystem der Zukunft.
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